BlueSky ExpertGroup 98



Hello World... Dies ist ein Versuch, die zentralen 15 Fragen der EDV zu beantworten, bearbeitet von der BlueSky Expert Group:

Max Kleiner und Informatiktechniker TI7 Bern und Zürich

Erstverfassung: 2. April 96
Letzte Überarbeitung: 20. Februar 98
Eine kommerzielle Weiterverwendung dieses Textes ist bei korrekter Zitierweise unter Angabe der Quelle erlaubt.


Inhaltsverzeichnis

  1. Windows 95, OS/2, Win NT, Mac oder UNIX ?
  2. Netware oder Windows NT Server ?
  3. Pentium, Power PC oder andere RISC Mikroprozessoren ?
  4. AS/400, RS/6000 oder andere UNIX Systeme?
  5. Zentraliserte Systeme oder Client - Server Systeme?
  6. TCP/IP oder IPX für lokale Netzwerke?
  7. Werden Multi-Mikroprozessoren traditionelle Grossrechner ersetzen?
  8. Wie werden sich Netzwerkarchitekturen entwickeln?
  9. Zentralisierte oder verteilte Datenbanksysteme?
  10. Welches CASE, 4GL oder RAD Tool für kostensparende Programmierung?
  11. Zentralisiertes oder verteiltes Netzwerkmanagement, alternative Kontroll-Software?
  12. Outsourcing, Pakete oder massgeschniderte Programme: Entscheidungskriterien
  13. Wie kann man zu Breitband-Netzwerken wechseln?
  14. Wie nützlich ist Internet für Kommunikation intern in der Firma und zwischen Firmen?
  15. Wie wird sich der Beruf des EDV-Spezialisten entwickeln?


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· OS/2 hat den Desktop-Bereich definitiv verlassen, Mac könnte mit Rhapsody wieder Marktanteile gewinnen. · Win98 wird allgemein als Übergangslösung zum stabilen und sicheren NT betrachtet. · Linux ist auch als Client stark im Kommen und gewinnt seit der Office-Suite-Portierung Star Office laufend Anteile. Mit einer 64 bit Version kann dieses Betriebssystem an NT verlorengegangene Marktanteile wieder gut machen.


· NT hat mit seiner Portierbarkeit auf MIPS, ALPHA, Power PC, x86 einen grossen Vorteil errungen.· Das Domainkonzept von NT, das nebst hierarchischen- vor allem auch Workgroupfunktionalität bietet, hat seine Akzeptanz, bedingt durch seine Komplexität und Kombinatorik, noch nicht gefunden. Es bietet aber klare Vorteile, wo Projektorienteriet und oder in autonomen Abteilungen gearbeitet wird. Dadurch bietet Netware in rein hierarchischen Netzen, was die Transparenz und somit auch die Verwaltung anbelangt, mit seiner NDS eindeutig Vorteile. NT5 wird auch NDS beinhalten was momentan noch für IntraNetware spricht.


· Ausser bei NT ist die Wahl abhängig vom Betriebssystem. · Die x86 Familie wird auch in Zukunft für den Breitenmarkt dominant bleiben.· Auf Server-Seite erwartet man die Zusammenarbeit Intel-HP mit der Chiptechnologie Merced I64 (NT und Unix). Mit der Fusion DEC und Compaq könnte auch der Alpha an Potential gewinnen.


· Für bestehende Systeme ist die Berechtigung gegeben, da auch diese nicht mehr proprietär sind. Der IBM-Markt wird stabil bleiben und mit AS/400 mit NT eine integrierende Plattform darstellen. Bei den anderen UNIX-Systemen hat Sun mit Starfire eine heisse Maschine im Rennen. Auch im Siemens-Markt gibt es noch wenig Alternativen. NT wird mehr in Unternehmensbereichen Einzug halten, in denen heute Unix und andere Midrange-Systeme Fuss gefasst haben


· Die erste Euphorie von Client - Server Systemen wurde durch den hohen Wartungsaufwand und die Komplexität dieser Systeme gedämpft. · Um den zuküftigen Systemanforderungen von Software gerecht zu werden, wird man aber den Technologien von verteilten Systeme (CORBA, DCOM) nicht ausweichen können. Kleinere Systeme werden weiterhin zentral verwaltet. · Kriterien für Client/Server Systeme sind:· Portabilität· Skalierbarkeit· Interoperabilität


· Das vorallem in der PC, respektive Novell Welt etablierte IPX ist auch heutigen Anforderungen in kleinen und mittleren Netzwerken gewachsen. · Das aus der UNIX Welt kommende betriebssystemunabhängige TCP/IP ist für heterogene Netzwerke gut geeignet.· Durch Internet und die Unterstützung von neueren Betriebssystemen, wird dieses Protokoll in Zukunft die dominante Rolle spielen.


Ja, da Leistung und Sicherheit heutiger am Markt erhältlicher Server mit Technologien wie RAID Systeme, Server Clustering, Aufbauen von reduntanten Teilen und Systeme wird in die Bereiche von Grosssystemen zu einem Bruchteil des Preises vorstossen. An der I/O-Leistung muss noch gearbeitet werden. Mainframes sind nur noch in grossen Unternehmen ueberlebensfaehig. SMP oder die Massiv Parallel Processing Architektur (MPP) mit RISC-Prozessoren gehoert die Zukunft.


· Die zukünftige Architektur soll, bei hohen Datenübtragungsraten, strukturiert und universell sein. Ein Netzwerkprotokoll sollte skalierbar sein, wobei die sich momentan stark in Bewegung befindliche Entwicklung, in den nächsten Jahren neue Standards (FastEthernet, ATM) setzen wird.


Der Aufwand zur Synchronisation, Replikation und Verwaltung von verteilten DB-Systemen ist zur Zeit noch sehr hoch. Aus diesem Grund haben solche Systeme zu Recht noch keine breiten Anwendungsbasen gefunden. Auf diesem Gebiet wird noch eine starke Entwicklung (z.B. MultiTier-Architekturen) stattfinden. Auch das Storage-Management hinkt bei den verteilten Systemen noch hinterher.


Das zukünftige Ideal wird die o.g. Technologien möglichste vereinen. Java wird zum Standard, bei proprietärer Performance sind DELPHI oder auch C++ Dialekte zukünftige Favoriten. VisualBasic entwickelt sich zur universellen Makro-Sprache. UML (Unified Modelling Language) wird kuenftig eine Verbindung von Modell und Implementation ermoeglichen


Durch die Einführung eines standardisierten, netzwerkübergreifenden Überwachungs- und Verwaltungsprotokolls (SNMP) mit ensprechender Management Software, können die Verwaltungsaufgaben, je nach Philosopie eines Unternehmens, zentralisiert aber auch verteilt werden


· Dies muss für jedes Unternehmen respektive für jeden Anwendungsfall unter Berücksichtung von Aspekten wie internes know-how, verfügbare Ressourcen, Kostenaspekte, strategische Ziele usw. differenziert entschieden werden. Mit Komponenten sollten Standardisierungen besser möglich sein. Beim Outsourcen gilt die Devise: intern ein Koordinator, extern den Spezialisten.


· Interner Datenverkehr wird heute mit Basisbandnetzerken bewältigt. · Externe, respektive öffentliche Kommunikation basiert in der Regel auf der Breitbandtechnologie. Entsprechende Endgeräte sind am Markt verfügbar und lassen sich mit dem nötigen Grundlagenwissen in firmeninterne Netzwerke integrieren. · Dieses zukunftsträchtige Gebiet ist momentan einer starken Enwicklung unterworfen, wobei ATM und Satelliten hier richtungsweisend sind.


· Eine zentrale Anwendung die sich stark im Wachstum befindet ist E-Commerce.· Der Abruf von allgemein zugänglichen Daten auf externen Servern kann je nach Bedürfniss zu Wettberwerbsvorteilen und oder Kosteneinsparungen führen. · Im Gegenzug entwickelt sich Internet mehr auch für den Heimgebrauch und internationalen Wettbewerbsplatz, in dem gewisse Anbieter ein riesiges Potential sehen (Teleshopping, Banking, Chating).


· Der EDV - Spezialist wird sich in Zukunft vermehrt den Bereichen Management und Technik widmen. Ein breites Grundlagenwissen mit Spezialisierung, wie auch eine gute Allgemeinbildung werden in Zukunft, bedingt durch die hohe Veranwortung, wichtig sein. · Hohe Anforderungen an Infrastrukturen und Technologien. · Miteinbezug kostenbewusstem Denkens und Ausrichtung der IS-Infrastruktur entlang der Wertschöpfungskette (Business Process Redesign) erfordern eine hohe Integration von Mensch und Maschine.


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